`Rumstromern mit dem i3

Unser Testwagen wartet in einer großen Halle auf uns, etliche Benziner stehen hier, direkt neben unserem i3 aber auch ein i8. Spontaner Fahrzeug­wechsel? Nein, beim Druck auf den Schlüssel blinkt uns der i3 an – wie geplant. Es ist quasi die Vorpremiere der energyviews.de-E-Mobil-Testreihe, auf heimischen Straßen kam uns zwar schon einige Male ein i3 unter die Augen, ein Probesitzen oder gar -fahren war uns aber noch nicht vergönnt.

Das Interieur ist geräumig, die fehlende B-Säule und der durchgehende Fußraum zwischen Fahrer und Beifahrer schaffen Platz. Lediglich die zentrale Bedien­einheit für Radio oder Navi finden sich hier. Die wichtigsten Schalt­elemente sind über das Lenkrad beziehungs­weise das Horn an der Lenksäule zugänglich.

So auch die Start/Stop-Taste. Beim Druck darauf ist natürlich kein Anlasser zu hören, lediglich das Pla-Pling des Bordinterface. Am kleineren der beiden Displays – vor dem Lenker – leuchten ein paar Status­anzeigen auf, die meisten verschwinden innerhalb von Sekunden wieder. Es bleibt ein „ready“ und eine nach oben gebogene Anzeige; links „charge“, rechts „e-power“, in der Mitte eine Art Cursor. Das ist alles?

Wer bremst, gewinnt

Beim leichten Druck auf das „Gaspedal“ wandert der Cursor ein wenig nach rechts und völlig geräuschlos setzt sich der Wagen in Bewegung, lediglich das Knarzen der Pneus auf dem Hallen­boden ist zu hören. Nach einigen weiteren Checks und Blicke ins Handbuch lenke ich den Wagen aus der Halle, auf die Straße und zur nächsten Kreuzung.

Instrumentenpanel_EV
150 ist nominelle Spitzen­geschwin­digkeit, der Tacho zeigt beim Überholen sogar etwas mehr an und unter dem Pedal scheint noch ein bisschen Luft. (Bild: energyviews.de)

Die Ampel ist rot, beim stärkeren Lupfen des Gasfußes verzögert der i3, der Cursor wandert in der Anzeige nach links. Was ich nicht sehen kann: die Brems­leuchten am Heck warnen nachfolgende Fahrzeuge. Tatsächlich reicht im normalen, voraus­schauenden Fahren dies zum Verzögern völlig aus, der Einsatz der „echten“ Bremse bleibt Ausnahme­situationen vorbehalten. Somit füllen sich – wie bei der Formel-1 – die Akkus beim bremsen auf, wenn der Elektro­motor als Generator dient.

Das ist freilich etwas ungewohnt, aber da keinerlei Getriebe und Schalt­vorgänge die Laufruhe stören, stellt sich schnell Entspannung beim Fahren ein und ich steuere die Autobahn an. Der Wagen ist verhältnis­mäßig hoch, erinnert an die frühere A-Klasse von Mercedes oder den VW Golf plus. Ob der i3 einen Elchtest absolviert hat? Die Batterien am Fahrzeug­boden sorgen sicherlich für einen tief ­liegenden Schwerpunkt. Von den rund 1,3 Tonnen Gesamtgewicht des i3 entfällt fast ein Viertel auf die Lithium-Ionen-Akkus, kohlenstoff­faser­verstärkter Kunst­stoff und Alu-Chassis sei Dank.

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