Weitere Steuervorteile für Elektroautos

Die steuerliche Förderung von Elektromobilität ist ein wichtiger Beitrag, um klimaschädliche CO2-Emis­sionen zu senken. Die bisher geltende fünfjährige Steuer­befreiung bei erstmaliger Zulassung eines Elektro­autos wird auf zehn Jahre verlängert. Das entspre­chende Gesetz ist am 17. November in Kraft getreten.

Wer sein Elektroauto im Betrieb des Arbeitgebers aufladen darf, kann sich künftig freuen: Dieser Vorteil ist für ihn steuerfrei. Auch wenn hier Stromkosten gespart werden, die „Tankfüllung“ wird nicht als geldwerter Vorteil versteuert. Anders als bei andere Arbeitgeber-Vergüns­tigungen, etwa Dienstwagen oder Essens­gutscheinen. Auch Arbeit­geber profitieren: Sie können über die Lohnsteuer den Aufbau von Ladestationen auf ihrem Betriebs­gelände bezuschussen lassen.

kfzsteuer
Eine Woche zu früh: Dieser Kfzsteuerbescheid vom 11.11.16 weist noch ein Ende der Steuerbefreiung für 2021 aus. (Bild: dre)

Die Regelungen sind Teil eines Marktanreiz­programm, das zu größerem Absatz von Elektro­fahrzeugen und schnellerem Ausbau der Lade­infra­struktur beitragen soll. Deshalb spart auch, wer sich ein Elektroauto neu zulegt: Es ist ab der Erstzulassung zehn Jahre lang von der Kraftfahr­zeugsteuer befreit, auch dies eine Neuregelung.

Das neue Gesetz ist Bestandteil des Maßnahmen­pakets der Bundes­regierung zur Förderung der Elektro­mobilität, auf das sich die Spitzen der Fraktionen Ende April geeinigt hatten. Neben der steuerlichen Förderung erhält jeder Käufer eines rein elektrisch betriebenen Fahrzeugs eine Prämie von 4.000 Euro.

Seit Juli können Käufer von Elektroautos eine Prämie beantragen. Sie erhalten einen Betrag von 4.000 Euro für rein elektrische Fahrzeuge und von 3.000 Euro für Plug-in-Hybride. Bund und Industrie tragen jeweils die Hälfte des Zuschusses. Zuständig ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhr­kontrolle, Bafa. Es zahlt die staatliche Hälfte des Bonus aus. Die Anträge können online beim Bafa gestellt werden. Das Amt vergibt die Förderung solange bis die Bundes­mittel von sechs­hundert Millionen Euro aufgebraucht sind, spätestens aber 2019.

Die Förderrichtlinie zur Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland ist gleichfalls in Arbeit. Mit dem Programm will die Bundes­regierung den Aufbau eines flächen­deckenden Netzes von Schnelllade- und Normall­lade­stationen fördern. Dreihundert Millionen Euro stellt sie dafür von 2017 und bis 2020 bereit. Die Bundesanstalt für Verwaltungs­dienstleistungen wird das Programm verwalten. Die Mittel für die Maßnahmen des Paketes sollen aus dem Sonder­vermögen Energie- und Klimafonds bereitgestellt werden. (Quelle: BReg / energyviews.de)

Links: Fakten zur Regierungspolitik: Verbesserte Förderung von Elektrofahrzeugen, BundesregierungElektromobilität (Umweltbonus), Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Bafa, Eschborn

Weitere Beiträge: Regierung beschließt Infrastruktur-Ausbau für alternative Kraftstoffe, energyviews.de, 22. November 2016Kontroverse um Kaufprämie für Elektroautos, energyviews.de, 10. Mai 2016Zoe: Stromer bei der Arbeit, electronautviews, 27. November 2014

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