Dein Freund und lautloser Helfer

„Die fossilen Brennstoffe auf unserem Planeten sind endlich. Natürlich muss sich auch die Polizei schon heute damit befassen, wie der Anteil der E-Streifen­wagen in der Flotte sukzessive immer größer wird. Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg“, so der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, am 25. November zum Start­schuss des Projekts „lautlos & einsatz­bereit“. Im Rahmen des auf drei Jahre angelegten Forschungs­projekts entwickelt die Nieder­säch­sische Polizei gemeinsam mit dem Nieder­sächsi­schen Forschungs­zentrum für Fahrzeug­technik der TU Braunschweig einen Leit­faden zur integrierten Planung und Steuerung von Flotten-, Lade- und Energie­infra­struktur – oder kurz: der Steigerung von Elektro­mobilität auch bei Fahrzeug­flotten, die Extrem­bedingungen ausge­setzt sind – so wie Polizei­autos.

Die Forschungen werden anhand von fünfzig hybriden und rein batterie­elektri­schen Polizei­fahrzeugen sowie dreißig Ladesäulen, die in dem Projekt beschafft werden, betrieben. In den Dienst­stellen werden die Wagen dann in den kommenden drei Jahren intensiv erprobt. Mit der Projekt­durch­führung seitens der Polizei Nieder­sachsen ist die Polizei­direktion Braun­schweig beauftragt worden.

Pistorius: „Wir haben uns bei der Polizei seit 2013 intensiv – auch im Rahmen des ‚Schau­fensters Elektro­mobilität’ damit befasst, welche Art von E-Mobilen wir polizei­lich nutzen können, nicht nur für Streifen­wagen im Einsatz, sondern auch für andere Anforde­rungen. Diesen Weg setzen wir jetzt fort. Klar ist: genauso wie die E-Fahrzeuge immer leistungs­fähiger werden, wird es auch immer mehr Anwendungs­möglich­keiten im polizei­lichen Fuhrpark geben. Bundesweit nimmt Niedersachsen dabei eine Vorreiterrolle ein.“ Derzeit verfügt die Nieder­sächsische Polizei über 38 Elektro- und Hybridfahrzeuge, 19 Elektro­fahrräder und 46 Ladestationen.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktor­sicher­heit BMUB fördert das Forschungs­projekt im Rahmen des Förderprogramms „Erneuerbar Mobil“ in Höhe von über 1,3 Millionen Euro. Allein die Förderung der Beschaffung von Fahrzeugen und Lade­infra­struktur umfasst 315.000 Euro. Das Nieder­sächsische Wirtschafts­ministerium bezuschusst die Beschaffung mit 585.000 Euro.

Verkehrsminister Olaf Lies sagt: „Nieder­sachsens Polizei nimmt im bundes­weiten Vergleich eine Vor­reiter­rolle beim Thema Elektro­mobilität ein. Keine andere Landes­polizei verfügt über so viel wissen­schaftlich hinterlegte Erfahrung im Einsatz von Elektro­fahrzeugen. Ich freue mich, dass wir unsere Polizei beim Aufbau ihrer E-Flotte weiter unter­stützen können. Das Forschungs­projekt wird hilfreiche Infor­mationen liefern zum möglichen und sinn­vollen Einsatz von Elektro­fahrzeugen im Polizei­dienst aber auch in anderen Bereichen.“

Die wissenschaftliche Analyse der Nutzungs­daten wird dabei nicht nur der Polizei Niedersachsen zu Gute kommen. Die Ergebnisse der Forschungen sollen Entscheidungs­trägern für ähnlich komplexe Flotten­anforde­rungen als Leitfaden für eigene Beschaffungs­vorhaben dienen.

„Der Einsatz von Elektrofahrzeugen in der Praxis stellt die Forschung noch vor offene Fragen. Durch die Zusammenarbeit mit der Polizei können wir hoch relevante und wissen­schaft­lich interessante Anwendungs­szenarien erforschen und Lösungen finden. Mit ‚lautlos & einsatzbereit’ kann die TU Braun­schweig in ihrem Nieder­sächsischen Forschungs­zentrum für Fahrzeug­technik ihre Kompetenzen stärken und an den Erfolg des Schau­fensters Elektro­mobilität in Nieder­sachsen an knüpfen”, so TU-Präsident Jürgen Hesselbach. (Quelle: MI Niedersachsen)

Links: Niedersächsisches Forschungszentrum für Fahrzeugtechnik NFF, Technische Universität BraunschweigErneuerbar mobil, VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Berlin, für Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktor­sicher­heit BMUB

Weitere Beiträge: i3 im Großeinsatz, energyviews.de, 6. September 2016Elektrisch im Einsatz, energyviews.de, 17. November 2015 

 

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