Größte Thüringer Test­aktion für Elektro­autos stellt Ergeb­nisse vor

„Elektrofahrzeuge für den täglichen Einsatz, trotz beschränker Reichweiten, bestens geeignet. Das zeigen die Ergebnisse der Aktion ‚2 Tage elektrisch zur Arbeit‘“, so Frank Schnellhardt. Insgesamt neunzig Prozent der 170 Thüringer Testfahrerinnen und Testfahrer waren im Selbsttest mit über 40.000 zurückgelegte Kilometer positiv überrascht und bestätigen diese Auffassung.

Mit der Aktion „2 Tage elektrisch zur Arbeit“ bot das Netzwerk eMobilityCity erstmals in Thüringen 170 Personen die Möglichkeit ein Elektrofahrzeug über zwei Tage hinweg zu testen. „Ziel war es eine Erprobung zu gewährleisten und die Alltagstauglichkeit der Elektromobilität zu bewerten. Denn erst die Erfahrung im Alltag ermöglicht eine reale Bewertung eines Elektroautos.“, so Netzwerkmanager Frank Schnellhardt von der Ilmenauer Innoman GmbH.

In Kooperation mit sieben Erfurter Autohäusern konnten insgesamt fünfzehn Elektrofahrzeuge für die Gesamttestdauer von einem halben Jahr zur Verfügung gestellt werden. Die Testerinnen und Tester legten mit den Modellen von VW, Mercedes, BMW, Kia, Mitsubishi sowie Renault und Nissan während des Tests insgesamt beachtliche 42.300 Kilometer zurück. Dabei wurden pro Fahrzeug an einem durchschnittlichen Testtag 127 Kilometer zurückgelegt. Die daraus entstandene alltägliche Nutzungserfahrung wurde durch eMobilityCity im Rahmen einer repräsentativen vorher-nachher Studie erfasst und ausgewertet.

Vor ihrer Testfahrt waren einige Teilnehmer skeptisch gegenüber der Reichweite von Elektrofahrzeugen und ob sie ihren Ansprüchen hinsichtlich des Fahrkomforts genügen würden. Die Erfahrungen nach dem Test zeigen, dass die Reichweite der getesteten Elektrofahrzeuge für 92 Prozent der Tester ausreichend ist, um die alltäglichen Fahrten zur Arbeit, zum Einkaufen und für Freizeitaktivitäten abzudecken. Dabei legen die Nutzer täglich weniger als 120 Kilometer zurück. Dies ist eine Strecke, die mit der bestehenden Elektroauto-Technik schon heute leistbar ist.

Insgesamt hatten neunzig Prozent der Testfahrer einen positiven Gesamteindruck über das getestete Elektrofahrzeug. Einen wesentlichen Beitrag dazu lieferten dabei insbesondere Fahrkomfort und Fahrspaß.

Auch Kaufabsichten wurden untersucht. So erklärten 14,4 Prozent sofort, und 41 Prozent innerhalb der nächsten drei Jahre ein E-Fahrzeug anschaffen zu wollen. Hochgerechnet auf die in Thüringen zugelassenen 1,2 Millionen Fahrzeuge könnte so bis 2020 von 480.000 Elektrofahrzeugen ausgegangen werden.

Als größter Einflussfaktor auf diese Entscheidung wurde dabei der Ausbau der Ladeinfrastruktur angegeben. Dabei ist es den Testern besonders wichtig, dass bei ihnen Zuhause oder am Arbeitsort und an öffentlichen Orten wie Einkaufszentren, Innenstädten und in der Nähe von Ausflugszielen eine Lademöglichkeit vorhanden ist. In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben, dass ein Großteil der Tester hohe Erwartungen an spezielle Stromtarife mit günstigen Kosten im Rahmen der Elektromobilität stellen.

Es zeigt sich also, dass Elektromobilität nicht mehr nur eine Zukunftstechnologie ist, sondern bereits heute den Anforderungen der Nutzer entspricht. Durch die Studie wurde verdeutlicht, dass Informationsdefizite durch positive eigene Erfahrungen ausgeglichen und Vorbehalte, gerade in Bezug auf beschränkte Reichweiten, abgebaut werden konnten. In diesem Sinne macht es sich das Netzwerk eMobilityCity auch 2017 zur Aufgabe Elektromobilität im Freistaat Thüringen sichtbar und erlebbar zu machen. (Quelle: Innoman)

Link: Netzwerk eMobilityCity, INNOMAN GmbH, Ilmenau

Bild: Netzwerkmanagement und beteiligte Autohäuser; Personen von links nach rechts: Marcel Schoettke (Innoman, Netzwerkmanager von eMobilityCity), Matthias Kaspar (Autohaus Kaspar), Tom Klostermann (Cloppenburg), Sven Lober (Autohaus Kornmaul), Christian Hoffmann (Autohaus Gitter; Bild: Innoman)

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