Bund fördert private Ladestationen mit 900 Euro

Am 6. Oktober hat Bundesminister Andreas Scheuer bei der Eröffnung der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur bekanntgegeben, dass erstmals auch private Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden gefördert werden.

„Ab sofort fördern wir Mietern, Eigenheimbesitzern und Vermietern den Einbau privater Ladestationen. 900 Euro Zuschuss gibt es dafür vom Bund. Damit kommen wir unserem Ziel, Laden für alle, immer und überall, einen entscheidenden Schritt näher. Denn ein großer Teil der Ladevorgänge wird daheim stattfinden. Mit unserem Masterplan Ladeinfrastruktur schaffen wir eine flächendeckende Versorgung – die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur sorgt für die schnelle Umsetzung.“ BM Scheuer

Anträge stellen können Träger von Investitionsmaßnahmen zur Errichtung einer Ladestation für Elektroautos im nicht öffentlich zugänglichen Bereich von selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäuden. Träger von Investitionsmaßnahmen sind zum Beispiel Privatpersonen, Eigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, -genossenschaften und Bauträger. Nicht antragsberechtigt sind kommunale Gebietskörperschaften, rechtlich unselbständige Eigenbetriebe von Kommunen, Gemeindeverbände, Zweckverbände und Kirchen.

Gefördert werden der Erwerb und die Errichtung einer fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladestation inklusive des elektrischen Anschlusses sowie damit verbundene notwendige Nebenarbeiten (Definition der Gesamtkosten s.u.) an Stellplätzen von bestehenden Wohngebäuden in Deutschland, wenn u.a.: die Ladestation über eine Normalladeleistung von elf Kilowatt verfügt, der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommt, und die Ladestation intelligent und steuerbar ist (mit Blick auf die Netzdienlichkeit).

Die Förderung erfolgt durch einen Investitionszuschuss, der nach Abschluss Ihres Vorhabens überwiesen wird. Der Zuschuss beträgt pauschal 900 Euro pro Ladepunkt. Unterschreiten die Gesamtkosten des Vorhabens den Zuschussbetrag, wird keine Förderung gewährt. Der Zuschuss kann bei der KfW über das Zuschussportal beantragt werden. Bei der Ermittlung der Gesamtkosten können Kosten für folgende Leistungen berücksichtigt werden: 

  • Ladestation
  • Energiemanagementsystem/Lademanagementsystem zur Steuerung von Ladestationen
  • Elektrischer Anschluss (Netzanschluss)
  • Notwendige Elektroinstallationsarbeiten (zum Beispiel Erdarbeiten)

Anträge können ab dem 24. November 2020 bei der KfW eingereicht werden. (Quelle: BMVI)

Link: Ausführliche Informationen zur Förderung und zum Antragsverfahren, KfW, Frankfurt am MainNationale Leitstelle Ladeinfrastruktur im Auftrag des BMVI, NOW GmbH – Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, Berlin

Bild: eGO Life vor der eGO Wallbox home (Quelle: Heidelberger Druckmaschinen)

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