Renault und Nidec: Autobatterien sollen zweites Leben erhalten

Die Renault-Gruppe zählte zu den ersten Automobilherstellern, die sich mit der Wiederverwendung von Batterien für Elektrofahrzeuge befasst haben. Seit mehr als einem Jahr arbeitet die Renault-Gruppe nun mit Nidec ASI zusammen, um ein umfassendes Pilotprojekt im Bereich der stationären Energiespeicherung zu entwickeln.

Die Idee hinter der Partnerschaft war es, Autobatterien zu entnehmen und diese in Speichersystemen für erneuerbare Energien (BESS – Battery Energy Storage System) zu verwenden. Die beiden Demonstrationsstandorte in Frankreich, an denen die in Containern gesammelten Batterien von Elektrofahrzeugen (Zoë) gesammelt werden, zeugen vom Erfolg der Initiative.

Die Rolle von Nidec ASI bestand durch enge Zusammenarbeit mit Renault als Partner für die Einbindung und Lieferung von Speicherlösungen darin, den Zustand und die Entladetiefe einer jeden Batterie in Echtzeit zu messen und den Energiefluss in den Batterien auf homogene Weise zu steuern, um eine Überhitzung zu vermeiden und höchste Sicherheit der Anlage, Stabilität des Stromnetzes und Verfügbarkeit des Stroms während des ganzen Tages zu gewährleisten. Das System ist nämlich in der Lage, die Unterschiede zwischen Stromverbrauch und -erzeugung zu einem bestimmten Zeitpunkt auszugleichen. Dabei werden die Batterien aufgeladen, wenn die Nachfrage gering ist, und anschließend wird die in den Batterien enthaltene Energie wieder in das Netz eingespeist, sobald die Nachfrage steigt. Dadurch wird der Anteil der erneuerbaren Energien am Energiemix erhöht.

Die Forschung und Entwicklung des Projektes wurde erfolgreich abgeschlossen. Die ersten Anlagen wurden an zwei Demonstrationsstandorten der in Frankreich verwendeten Technologie eingesetzt, nämlich die Renault-Werke in Douai und Flins. Die beiden Anlagen wurden so konzipiert, dass die Batterien einfach entnommen und wieder eingesetzt werden können. Sie verfügen jeweils über eine installierte Gesamtleistung von 4,7 MWh bzw. 15 MWh. Während die erste Anlage bereits Dienstleistungen für das französische Stromnetz erbringt, wird die zweite Anlage bis Ende des Jahres in Betrieb genommen. Ziel ist es, die Lebensdauer der eingebauten Batterien um zehn Jahre zu verlängern, damit diese für mehrere örtliche Anwendungen sauberere und kostengünstigere Energie liefern können.

Weitere Beiträge: Geplante Havarien für ein sicheres „zweites Leben“ • Stromer übernehmen Kohlekraftwerk

Link: Nidec Graessner GmbH & Co. KG, Dettenhausen • Renault Elektrofahrzeuge, Renault Deutschland AG, Brühl

Bild: Geballte Zoë-Power (Quelle: Mobilize / Nidec)

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